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Auf den Spuren Martin Luthers in Thüringen

Herausgeber: Thüringen,

2017 jährt sich der Jahrestag der Reformation zum fünfhundertsten Mal. Das ist ein halbes Jahrtausend, in dem kaum ein Stein auf dem anderen blieb - nicht nur metaphorisch gesprochen. In Thüringen kann man dabei die originalen Lebens- und Wirkstätten Martin Luthers, Kirchen, Klöster und Städte, bestens erhalten erleben. Wer sich auf die Spuren dieser umstrittenen Persönlichkeit begeben möchte, hat 2017 zudem zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Reformator und Revolutionär auseinanderzusetzen. Dabei lässt sich eine kulturell sehr vielschichtige Region entdecken.

Martin Luther hat nicht nur unsere Sprache, sondern auch Weltbild und Gesellschaft nachhaltig geprägt und verändert. Von seinen Einflüssen als Religionsrebell gar nicht zu sprechen. Doch wer war er wirklich, der “Junker Jörg“, der Theologe und Kirchenspalter wider Willen, der von vielen falsch verstandene und immer wieder neu interpretierte groβe Zweifler? All diese Fragen sind die Basis dessen, was sich dieses Jubiläumsjahr zum Anlass nimmt.

Martin Luther in Thüringen
Im Erfurter Augustinerkloster lebte Martin Luther von 1505 bis 1512 als Mönch der damals noch einheitlichen Kirche, ehe er 1517 mit seinem berühmten Thesenanschlag in Wittenberg im heutigen Sachsen-Anhalt zum Reformator wurde. In Eisenach auf der Wartburg übersetzte er das Neue Testament vom Lateinischen ins Deutsche und veränderte, im Zuge seines Bestrebens nach möglichst breiter Verständlichkeit, nicht nur den Zugang zu Wissen. Der Wortschatz der Lutherbibel einte die vielfältigen Dialekte des deutschsprachigen Raums, die Sprache wurde durch die Verschriftlichung weiter geformt und geprägt. So entstanden besondere Wortschöpfungen wie „Langmut“ und „Feuereifer“, sowie Redewendungen, die bis heute Anwendung finden: „Sein Licht unter den Scheffel stellen.“, „Ein Stein des Anstoßes sein.“ oder „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“. In Schmalkalden schmiedete Martin Luther dann das Bündnis der Protestanten gegen den katholischen Kaiser. Für die einen war er somit Prophet, Befreier und Identitätsstifter, für die anderen ein cholerischer Grobian und Separatist. Das ambivalente Bild Martin Luthers, der auch 500 Jahre danach so vielen Projektionen ausgesetzt ist, wird auch in den zahlreichen Veranstaltungen der Lutherstädte Thüringens zum Thema.

Eisenach, die Wartburg und Erfurt
„Meine liebe Stadt“ nannte Luther Eisenach, das Städtchen am Fuße der berühmten Wartburg. Von 1498 bis 1501 besuchte er die ehemalige Gemeindeschule St. Georg in Eisenach und wohnte in einem der schönsten Fachwerkhäuschen der Region, dem heutigen Lutherhaus Eisenach. Dessen Herzstück ist die neue Dauerausstellung „Luther und die Bibel“, die sich mit historischen Exponaten und multimedialen Präsentationen der Zeit und den Nachwirkungen der Bibelübersetzung widmet. Hier erfahren Besucher, warum, wie und mit wem Luther die Bibel übersetzte und welche Wirkung dies auf Sprache, Literatur und Musik hatte. Auf der Wartburg, heute UNESCO Weltkulturerbe, wird 2017 mit „Luther und die Deutschen“ auch ein Teil der großen nationalen Ausstellung zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gezeigt, die zwei anderen Standorte sind in Berlin und in Wittenberg. Natürlich ist auch die berühmte Lutherstube ein Teil der Ausstellung.

In Erfurt, wo er ab 1501 studierte und 1505 in das Augustinerkloster eintrat, liegen kirchengeschichtliche Meilensteine von Martin Luthers Theologie und in weiterer Folge der Reformation. Diese kann man individuell erkunden, oder sich von einem Stadtführer in der Gestalt einer historische Person durch die Stadt leiten lassen. Zudem können über das Guide-Portal www.lutherfinder.de spezielle Führungen in den Lutherorten gebucht werden, mit einem persönlichen „Lutherfinder“.

Lutherweg und „Luther to Go“
Ein 1.010 Kilometer langer Lutherweg verbindet sämtliche Wirkstätten des Reformators in Thüringen. Auf vier geografisch hergeleiteten Routen führt der Weg durch abwechslungsreiche Landschaften und verbindet somit alle Stätten der Reformation. Pilgern 2.0 ist mittels der App „Luther to go“ möglich. Mit der multimedialen Navigations- und Informations-App zum Lutherweg können diese Orte ganz neu erlebt werden. Kartografie, Wegeverläufe und Filme, aber auch die Unterkunftssuche, Einkehr- und Veranstaltungstipps sind somit online und über die App abrufbar. Innerhalb der App können die Nutzer auch individuelle Touren planen und anderen Nutzern empfehlen. „Luther to go“ steht kostenfrei zur Verfügung und kann auf das eigene Smartphone geladen werden.

Ausführliche Informationen zum Lutherweg sind auf der Internetseite www.lutherweg.de zu finden. Alle Informationen und das gesamte Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte auf den Internetseiten www.lutherland-thueringen.de und www.luther2017.de

 

Für weitere Informationen:

PrimCom

Ines Feurstein
T.: +43 1 522 26 34
i.feurstein@primcom.com

Thüringer Tourismus GmbH

Mandy Neumann
Tel.: +49 361 37 42 219
neumann@thueringen-tourismus.de

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