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Zusatzkosten in Millionenhöhe: Nahostkrise zeigt Mehrwert der Reisebranche
Zusatzkosten in Millionenhöhe: Nahostkrise zeigt Mehrwert der Reisebranche
Die aktuelle Nahostkrise hat die Bedeutung von Pauschalreisen und professioneller Reiseberatung eindrücklich aufgezeigt. Die Schweizer Reiseveranstalter und Reisebüros organisierten in den vergangenen Wochen tausende Umbuchungen und Rückholaktionen für über 1’600 gestrandete Reisende. Sicherheit zahlt sich aus: Die Reiseanbieter übernahmen Zusatzkosten ihrer Kunden in Höhe von mehr als CHF 2,3 Millionen.
Pauschalreisen sind heute flexibel und individuell kombinierbar. Gerade in unsicheren Zeiten bieten sie Reisenden ein hohes Mass an Sicherheit, Betreuung und finanzieller Planbarkeit. Wer über ein Schweizer Reisebüro oder einen Reiseveranstalter bucht, erhält nicht nur die eigentliche Reiseleistung, sondern auch professionelle Beratung, Unterstützung und rechtliche Absicherung aus einer Hand. Der zentrale Vorteil: Sobald mindestens zwei Reiseleistungen kombiniert werden, greift das Bundesgesetz über Pauschalreisen. Damit trägt der Reiseveranstalter die Verantwortung für die ordnungsgemässe Durchführung der gesamten Reise.
Wie wichtig diese Absicherung ist, zeigte sich exemplarisch während der aktuellen Krisensituation im Nahen Osten. Die Mitglieder des Schweizer Reise-Verbands organisierten ab Anfang März Rückholaktionen, boten Hilfestellung rund um die Uhr, suchten Alternativen, übernahmen Umbuchungen und unterstützten Kundinnen und Kunden vor Ort sowie bei der Rückreise.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick (1. März bis 15. Mai 2026):
- Über 3’400 Umbuchungen
- Über CHF 2,3 Millionen übernommene Zusatzkosten
- Über 20’000 Kundenkontakte
- Rückholaktionen für über 1’600 Kundinnen und Kunden
Der überwiegende Teil der rund 1’600 gestrandeten Reisenden konnte innerhalb weniger Tage zurückgeführt werden – sowohl aus dem direkt betroffenen Krisengebiet im Nahen Osten als auch aus Asien und Ozeanien. Dies, obwohl es aufgrund der Sperrung des Luftraums über dem Nahen Osten zeitweise keine regulären Flugverbindungen gab. Möglich waren die Rückführungen auch dank eigens von Reiseveranstaltern organisierter Repatriierungsflüge.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Reisebüros und Reiseveranstalter waren erheblich. Obwohl keine gesetzliche Verpflichtung bestand, Reisen aufgrund der aktuellen Lage kostenlos umzubuchen, zeigten sich viele Reiseveranstalter kulant und boten kundenfreundliche Lösungen an.
Wer hingegen einzelne Reiseleistungen eigenständig über verschiedene Plattformen kombinierte, trug das Risiko sowie sämtliche Zusatzkosten selbst. Gerade bei komplexeren Reisen oder Rundreisen führte dies rasch zu organisatorischen und finanziellen Herausforderungen.
Die Ereignisse der vergangenen Monate zeigen deutlich, wie wichtig professionelle Reiseberatung und abgesicherte Reiseformen in einem zunehmend unsicheren internationalen Umfeld sind.