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Ischgl legt nach der Tennissaison noch einen drauf
Nur wenige Tage nach dem Davis Cup Finale treffen Dominic Thiem, Tommy Haas, Mischa Zverev, Feliciano López, Jürgen Melzer und Fabio Fognini bei der Ischgl Trophy aufeinander – drei exklusive Tennisabende vor 750 Zuschauenden.
Am 22. November endet mit den Finals in Turin die ATP-Saison, eine Woche später fällt beim Davis Cup in Bologna die letzte grosse Entscheidung des Jahres. Drei Tage danach geht es in Ischgl aber weiter: Von 2. bis 4. Dezember bringt die zweite Ischgl Trophy prominente Namen des internationalen Tennis noch einmal auf den Court.
Top-Teilnehmerfeld
Mit Dominic Thiem ist abermals jener Österreicher dabei, der 2020 bei den US Open seinen grössten Karriereerfolg feierte. Im Finale von New York besiegte er damals Alexander Zverev
nach 0:2-Satzrückstand.
Mischa Zverev schlägt ebenfalls in Ischgl auf. Er gehört seit Jahren zum engsten Team seines Bruders Alexander. Der Deutsche gewann vor kurzem in New York bereits seinen zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres. Mischa Zverev war während des Turniers an seiner Seite – im Dezember muss er selbst zeigen, was er kann.
Für Jürgen Melzer führt der Weg nach Ischgl direkt über das Final 8. Österreich qualifizierte sich mit einem 3:1 gegen Belgien für das Davis Cup Finale. Melzer steht in Bologna als Sportdirektor und Davis-Cup-Kapitän an der Seitenlinie – wenige Tage später greift der ehemalige Weltranglisten-Achte bei der Ischgl Trophy selbst wieder zum Schläger.
Auch die internationalen Namen bringen Geschichten mit nach Tirol:
Feliciano López hält bei den Männern einen Rekord, der vor allem seine Konstanz dokumentiert: Von Roland Garros 2002 bis zu den Australian Open 2022 stand der Spanier bei 79 Grand-Slam-Turnieren in Folge im Hauptfeld. Keine andere ununterbrochene Serie im Herren-Tennis war länger.
Fabio Fognini war noch 2019 die Nummer 9 der Welt. Er schaffte im Alter von 32 Jahren erstmals den Sprung in die Top 10 und war dort der erste Italiener seit Corrado Barazzutti 1979. Im selben Jahr gewann er Monte Carlo und wurde damit auch der erste italienische Masters-1000-Sieger.
Komplettiert wird das Feld vom Deutsch-US-Amerikaner Tommy Haas. Der ehemalige Weltranglistenzweite wird offenbar im Alter nicht schlechter. Mit 39 fügte er Roger Federer in Stuttgart dessen einzige Rasenniederlage der gesamten Saison 2017 zu. Jetzt, mit 48, ist er der Titelverteidiger der Ischgl-Trophy: Im Finale 2025 besiegte Tommy Haas Dominic Thiem mit 6:3.
Nur 750 Plätze: drei Abende hautnah dabei
Das Besondere an der Ischgl Trophy ist dabei weniger die Grösse als die Nähe. Das Tenniscenter wird für das Turnier auf rund 750 Zuschauerplätze ausgebaut. An allen drei Spieltagen öffnen die Tore um 18 Uhr, die ersten Matches beginnen um 19 Uhr.
Gespielt wird von Mittwoch bis Freitag. Auf dem Programm stehen Gruppenmatches, Halbfinalmatches sowie Bronze- und Gold-Match. Auch ein Show-Doppel wird gespielt. Damit erleben die Zuschauer die ehemaligen Weltklassespieler in einer Hallengrösse, wie sie im internationalen Spitzentennis kaum noch vorkommt.
„Nach den ATP und Davis Cup Finals ist die offizielle Tennissaison eigentlich vorbei. Genau dann holen wir Publikumslieblinge noch einmal gemeinsam auf einen Court – und zwar in einer Halle, in der die Zuschauer unmittelbar am Geschehen sitzen. Das ist die Idee der Ischgl Trophy.“, erklärt Turnierdirektor Tobias Bosch
Nach dem Ende der Tennis Matches am Freitagabend folgt am Samstag, 5. Dezember zum Abschluss ein Charity-Skirennen.
Rund um die drei Tennisabende gehören auch Partys und Side Events zum Programm der zweiten Ischgl Trophy.
Tickets sind ab 55 Euro erhältlich.